Bienenzucht

Bienenzucht
Karl Freiler, Lembach 69

Honig war das einzige Süßungsmittel, welches man selbst erzeugen konnte. Deshalb war er auch sehr begehrt.
Zur Zeit MariaTheresias wurden die Grundbesitzer verpflichtet, wenigstens zwei Bienenvölker zu halten. Dadurch erlebte die Imkerei einen beachtlichen Aufschwung.
Aus diesem Grunde hatte jedes Haus eine Bienenhütte.
Die Imker von Lembach kauften ab ca. 1970-75 die ersten Zuchtköniginnen – von da an ging es mit der Völkerstärke und dem Honigertrag aufwärts.
Vor 1930 fuhren „Lebzelter“ (Lebkuchenbäcker und Kerzenzieher) im Herbst durch die Ortschaften und kauften von den Imkern Honig und Wachs. In den Kriegsjahren erlitt die Imkerei starke Einbrüche, da viele Bienenzüchter eingerückt waren und großteils vom Krieg nicht mehr heimkehrten.

Heute befassen sich leider nur sehr wenige Menschen mit der Bienenzucht. In Lembach gibt es heute zwei Imker:
Josef Filz (Nr. 15) mit ca. 25 Völkern und
Karl Freiler (Nr. 69) mit ca. 30 Völkern,
sowie einen aus Lembach stammenden Imker:
Johann Eidler mit 15 Völkern – (Stand 2008).

Für die Bestäubung und dadurch auch den Erhalt der Artenvielfalt ist der Nutzen wesentlich höher als der Wert des Honigs.
Es sollten sich wieder mehr Menschen für das Imkerhandwerk interessieren, denn ohne Bienen gibt es keine Bestäubung, daher kein Obst, keinen Honig und in weiterer Folge wird das zu massiven Gesundheitsschäden der Menschen führen.
Ohne Imker haben die Bienenvölker heute keine Überlebenschance, weil durch eingeschleppte Krankheiten und Parasiten ohne menschliches Zutun ein Überleben nicht möglich ist.

Um die Geschichte der Imkerei dem interessierten Betrachter näher zu bringen, entstand ein Bienen- und Naturlehrpfad beim Lembachl

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